Terrassenheizung kaufen: Infrarot, Gas oder Heizpilz?
Die Terrassen-Saison verlängern – das geht. Aber welche Heizung passt zu welcher Terrasse? Wir erklären die drei Haupttypen, ihre Unterschiede und worauf es beim Kauf wirklich ankommt.
Heatstrip Elegance – Infrarot-Terrassenstrahler für die Wandmontage
Warum eine Terrassenheizung sinnvoll ist
Deutschland hat statistisch gesehen 150–200 Frosttage pro Jahr – und selbst in den Übergangsmonaten März, April, Oktober und November sind Abende auf der Terrasse ohne Wärmequelle unangenehm kalt. Eine gute Terrassenheizung verlängert die nutzbare Saison realistisch um drei bis vier Monate im Jahr – und macht die Terrasse auch zu einer echten Wohnerweiterung, nicht nur zu einem Sommerbalkon.
Die drei Typen im Überblick
Grundsätzlich gibt es drei Heizsysteme für den Außenbereich: Infrarot-Elektrostrahler, Gasstrahler und Heizpilze (Propan-Strahlungswärmer). Sie unterscheiden sich in Funktionsprinzip, Effizienz, Ästhetik und Kosten erheblich.
1. Infrarot-Elektrostrahler
Das modernste und am häufigsten verbaute System im Premium-Bereich. Infrarotstrahler erzeugen keine Konvektionswärme (die Luft erwärmt sich kaum), sondern Strahlungswärme – ähnlich wie die Sonne. Die Wärme wird direkt vom Körper aufgenommen, unabhängig von der Umgebungstemperatur.
- Sofortwärme: Keine Aufheizzeit – sofort beim Einschalten spürbar warm.
- Wind-unempfindlich: Da Luft nicht erwärmt wird, nimmt Wind der Infrarotwärme kaum etwas.
- Kein Licht: Mittelwellen-Infrarot (wie bei Heatstrip) erzeugt kein sichtbares Licht – keine Blendung in der Dunkelheit.
- IP65: Hochwertige Modelle sind nach IP65 zertifiziert – staub- und strahlwasserdicht für den Dauerbetrieb im Freien.
- Montage: Wand, Decke oder als Einbau (Flush-Mount). Fest installiert, wartungsarm.
- Steuerung: Viele Modelle mit Fernbedienung oder App-Steuerung erhältlich.
2. Gas-Terrassenstrahler
Gasstrahler arbeiten mit Flüssiggas (LPG/Propan) oder Erdgas. Sie erzeugen ebenfalls Infrarotwärme, aber durch die Verbrennung auch etwas Luft-Konvektion. Vorteile: keine Stromleitung nötig, hohe Leistungsdichten, mobile Varianten mit Standfuß verfügbar.
- Kein Stromanschluss: Ideal für Terrassen ohne Außensteckdose oder Gartenbereiche.
- Hohe Leistung: Gas erreicht höhere Leistungsspitzen als elektrische Strahler.
- Betriebskosten: Abhängig vom Gaspreis; bei häufiger Nutzung langfristig teurer als Strom.
- Mobil: Standfuß-Varianten lassen sich flexibel umstellen – z. B. bei Veranstaltungen.
3. Heizpilze (Propan-Gasstrahler mit Schirm)
Der klassische Heizpilz ist günstig in der Anschaffung und mobil – aber ineffizient und optisch wenig attraktiv. Er erwärmt hauptsächlich die Luft unterhalb des Schirms, was bei Wind sofort verloren geht. Im Premium-Bereich kaum noch empfohlen.
- Günstig in der Anschaffung – aber hohe Betriebskosten und geringe Effizienz.
- Wind-empfindlich: Schon leichter Wind trägt die Warmluft weg.
- Optisch unattraktiv für hochwertige Terrassen-Setups.
- Kein CO₂-Betrieb im Innenraum – nur für gut belüftete Außenbereiche geeignet.
| Infrarot Elektro | Gas-Strahler | Heizpilz | |
|---|---|---|---|
| Effizienz | ★★★★★ Sehr gut | ★★★★☆ Gut | ★★☆☆☆ Gering |
| Windresistenz | ★★★★★ Sehr gut | ★★★★☆ Gut | ★☆☆☆☆ Schlecht |
| Optik / Design | ★★★★★ Sehr gut | ★★★☆☆ Mittel | ★★☆☆☆ Gering |
| Ohne Strom | Nein | Ja (Gas) | Ja (Propan) |
| Flexibel mobil | Nein (fest) | Teilweise | Ja |
| Betriebskosten | Niedrig | Mittel | Hoch |
Welche Wattleistung brauche ich?
Als Faustregel gilt: ca. 150–200 Watt pro m² Terrassenfläche, die beheizt werden soll. Dabei spielen Überdachung, Windschutz und Außentemperatur eine wichtige Rolle:
- Überdachte, windgeschützte Terrasse: 1 Strahler mit 1800–2400W reicht für 8–12 m²
- Halboffene Terrasse: 2400–3200W für 10–16 m²
- Offene, windexponierte Terrasse: Kurzwellen-Infrarot (Intense) oder Gas empfehlenswert; ggf. mehrere Strahler kombinieren
- Großer Gastrobereich: Mehrere Strahler an der Decke – Heatstrip Max als Einbaulösung
Bestseller
Heatstrip Elegance – 1800 bis 3600 Watt
Ultraflach, IP65, nahezu unsichtbar an der Decke. Mit Remote & App-Option. Ideal für überdachte Terrassen bis ca. 16 m².
Zur Elegance Serie →Mittelwellen vs. Kurzwellen-Infrarot – was ist der Unterschied?
Beide sind Infrarotstrahlung – aber mit unterschiedlicher Wellenlänge und Wirkungsweise:
- Mittelwellen-Infrarot (Medium Wave): Kein sichtbares Licht, angenehme diffuse Wärme, bevorzugt in Wohn- und Gastrobereichen. Heatstrip Classic Design, Elegance und Enhance arbeiten damit.
- Kurzwellen-Infrarot (Short Wave / Near Infrared): Intensivere, direktionalere Wärme, leicht sichtbar rötliches Glühen. Tiefer in den Körper eindringende Wärme, besser bei Wind. Heatstrip Intense nutzt dieses Prinzip.
Für typische Wohnterrassen ist Mittelwellen-Infrarot die komfortablere Wahl. Für windexponierte oder sehr kalte Bedingungen kann Kurzwellen die bessere Effizienz bieten.

Für offene Terrassen
Heatstrip Intense – Kurzwellen für Wind & Kälte
2200W Kurzwellen-Infrarot, optionaler Standfuß. Auch bei Wind effektiv – für offene Außenbereiche und Gastronomieeinsatz.
Zur Intense Serie →Wandmontage, Deckenmontage oder Standfuß?
Die Montagevariante beeinflusst Wärmeverteilung und Ästhetik:
- Wandmontage: Häufigste Variante. Strahler an der Außenwand oder Pergolastütze, geneigt nach unten. Ideal, wenn die Decke zu hoch oder nicht vorhanden ist.
- Deckenmontage / Flush-Mount: Strahler an der Terrassenüberdachung montiert. Beste Wärmeverteilung, unauffälliges Erscheinungsbild. Heatstrip Max ist speziell für Flush-Mount-Einbau konzipiert.
- Standfuß (Intense + Stand): Flexibel aufstellbar ohne Montage. Gut für Mieter oder temporäre Nutzung. Kabelgebunden, weniger ästhetisch.

Flush-Mount Einbau
Heatstrip Max – unsichtbar in die Decke integriert
Bündig eingebaut in Pergola, Vordach oder Terrassendach. Weiß und Black Edition, 2400 und 3600 Watt.
Zur Max Serie →Fazit: Welche Terrassenheizung ist die richtige?
- Überdachte Terrasse mit Strom: Heatstrip Elegance oder Classic Design – Midwave-Infrarot, IP65, optional App-gesteuert.
- Pergola oder Terrassendach: Heatstrip Max als Flush-Mount-Einbau – komplett unsichtbar, professionelles Ergebnis.
- Offene oder windige Terrasse: Heatstrip Intense (Kurzwelle) oder Gas-Wandstrahler.
- Ohne Stromanschluss / mobil: Heatstrip Gas – LPG oder Erdgas, auch als freistehende Variante.
- Innenbereich / Wintergarten: Heatstrip Indoor – geräuschlos, kein Licht, perfekt für Wohnräume.
Wir zeigen alle Heatstrip-Modelle in der Ausstellung in Rimpar. Bringen Sie idealerweise Fotos Ihrer Terrasse mit – dann können wir konkret empfehlen.
Welche Heizung passt zu meiner Terrasse?
Alle Heatstrip-Serien in der Ausstellung. Persönliche Beratung zu Leistung, Montage und Steuerung.